Trumpbogen

3 TAGE PARIS

Wir beide hatten noch eine Woche Urlaub im Juni und wollten unbedingt rauskommen. Der große Sommerurlaub fällt aufgrund der Weltreise natürlich ins Wasser, aber so gar keinen Urlaub bis dahin – da konnten wir dann doch nicht drauf verzichten. Uns war es relativ egal wohin, nur möglichst günstig sollte es sein. Also haben wir fleißig gegoogelt, gesucht und verglichen. Paris hatten wir dabei erstmal gar nicht auf dem Schirm. Wer denkt denn bitte auch an Paris, wenn es günstig sein soll?

Ich nicht, Kai irgendwie schon 😀

„Boah ist das günstig, wenn wir mit dem Flixbus fahren.“ Wir konnten es fast nicht glauben, aber günstiger wären wir woanders nicht hingekommen.
Jetzt nur noch schnell eine passende Unterkunft finden. Mitten in Paris natürlich unmöglich, aber etwas außerhalb wurden wir über AirBnB fündig. Für 66€ die Nacht – inklusive Frühstück.

„Lass uns schnell buchen, bevor die nicht mehr zur Verfügung steht.“Es war unsere erste AirBnB Buchung, also mit schnell wurde es leider nichts. Erstmal anmelden, einen Text über uns verfassen, eine Nachricht an den Host schreiben und dann heißt es warten…

„Vielleicht bekommen wir das Zimmer ja auch nicht. Dann können wir den Bus jetzt auch noch nicht buchen, oder?“ Aber dann kam zum Glück auch schon die Bestätigung und eine Antwort der Gastgeberin. Natürlich auf Französisch. Ein Hoch auf den Google Übersetzer.

Zack, Unterkunft gebucht und zwei Tage später ging es dann auch schon los.

DIE BUSFAHRT STARTETE FÜR UNS UM 22 UHR.

Nach 11h StundenFahrt, etwas zu wenig Schlaf und nur 2 Stunden später als geplant, sind wir am nächsten Morgen um 9 Uhr in Paris angekommen. Uns begrüßte das schönste Wetter, volle Straßen und der Duft von frischen Croissants an jeder Ecke. Der Schlafmangel war vergessen und wir waren sofort bereit die Stadt zu erkunden. 

Da unsere Unterkunft etwas außerhalb von Paris lag und wir keine Lust hatten den ganzen Tag mit unnötiger Last die Stadt zu erkunden, haben wir uns dafür entschieden einen Rucksack in einem Gepäckschließfach zu lassen. Die gibt es an jedem Bahnhof und 5€ für den ganzen Tag war uns die Entlastung aufjedenfall wert. Endlich konnte es losgehen. 

Ob wir uns vorher über Paris erkundigt haben? Nö, war ja spontan.
Einfach drauf los lautete die Devise.

ANGEZOGEN VON DEM LECKEREN DUFT, LANDETEN WIR ALS ERSTES IM NÄCHSTGELEGEN CAFÉ.

Wir bestellten zwei belegte Baguetten und Kaffee, setzten uns nach draußen, beobachteten das bunte Treiben auf der Straße und ließen uns unser erstes französisches Frühstück schmecken.Genau so hatten wir uns das vorgestellt – super Wetter, leckeres Essen und eine Stadt, die darauf wartete von uns erkundet zu werden.Gestärkt konnte es dann weiter gehen. 

Wir hatten uns inzwischen dazu entschieden alle Sehenswürdigkeiten einmal abzuklappern und auf dem Weg zu gucken, was es sonst noch zu entdecken gibt. Auch wenn alles sehr weitläufig ist und man mit der U-bahn alles gut erreichen kann, haben wir uns für den Fußweg entschieden. Ist günstiger und man spaziert durch die schönsten Straßen und Gassen, vorbei an prachtvollen Türen, wunderschönen Hausfassaden und unzähligen kleinen Boutiquen. 

Egal wo man in Paris langgeht, an jeder Ecke gibt es ein anderes Detail das dazu beiträgt dieser Stadt seinen ganz besonderen Charme zu verleihen. Seien es die kleinen Bücherläden, die zum stöbern einladen oder Blumenläden, die sich mit ihrer Blumenpracht gegenseitig übertrumpfen.

Blumenladen, Blumenpracht Paris
Bücherläden Paris

RUE CREMIEUX

Direkt am Anfang unserer Paris Erkundung sind wir an einer wunderschönen farbenfrohen Straße vorbeigekommen.
Pastellfarbene Fassaden, Fensterläden aus Holz – die bunten Häuser machen die Rue Cremieux zu einem außergewöhnlich hübschen Exemplar von einer Straße.
Wie wir im Nachhinein erfahren haben, ist sie auch ein sehr beliebter Instagram Foto Spot.

Einmal durch schlendern und dabei die Häuser in ihrer Unterschiedlichkeit bestaunen ist aufjedenfall ein muss und lohnt sich alle mal. Die Kamera dabei natürlich die ganze Zeit zum abdrücken bereit 🙂

(Update November 2019: Leider ist es inzwischen wohl verboten dort Fotos zu machen).

Rue Cremieux
Hausfassade Rue Cremieux
Bunte Häuser in der Rue Cremieux

ENTLANG DER SEINE GING ES FÜR UNS DANN IN RICHTUNG LOUVRE.

Das drittgrößte Museum der Welt, welches sich auf der ehemaligen Residenz der französischen Könige befindet und vor allem wegen Da Vinci’s ‚Mona Lisa‘ so bekannt ist. Rein ins Museum konnten wir diesmal aus Zeitgründen leider nicht. Das wird dann beim nächsten Paris Besuch nachgeholt.

Direkt an das Musee du Louvre grenzt ein schöner großer Barockgarten mit einigen Springbrunnen, vielen Bänken, Stühlen und Liegen die man nach Bedarf umstellen kann, wenn man ein ruhiges Plätzchen sucht. Außerdem gibt es dort die Möglichkeit seine Trinkflaschen mit frischem Wasser kostenlos aufzufüllen.
Wir schnappten uns 2 Stühle, suchten uns ein schattiges Plätzchen und ließen das drumherum auf uns wirken: Leute die Sport machten oder irgendwo am Parkrand saßen und lasen, Schulklassen die von den Lehrern die nächste Aufgabe erklärt bekamen und Enten die sich von all dem nicht stören ließen und umher watschelten. 

Wir zogen weiter, durchquerten den Garten und dann konnten wir in einiger Entfernung endlich die Spitze des wohl bekanntesten Stück Eisen sehen:

DER EIFELTURM.

Sonnenaufgang am Eifelturm

Also beschlossen wir, dass dies unser letztes Ziel für den ersten Tag sein soll und machten uns auf den Weg.
Es war inzwischen Abend geworden und die Wiese war voll mit Menschen, die den bevorstehenden Sonnenuntergang vor dem Wahrzeichen Paris’ genießen wollten. Verrückt wie ein 324 Meter hoher Eisenfachwerkturm es schafft täglich so viele Leute anzuziehen.

Wir suchten uns ein freies Fleckchen Erde und setzten uns dazu.
Es ist vielleicht etwas klischeehaft, aber so ein Sonnenuntergang am Eifelturm ist schon etwas schönes – und romantisch war es auch (trotz der vielen Menschen :D) Es war einfach einer dieser Momente im Leben wo alles passt: das Wetter, die Stimmung, der Ort und man möchte den Augenblick so lange es geht genießen und festhalten. 

Für Fotos war es uns dann aber doch zu voll und wir beschlossen dies am nächsten Morgen gleich als erstes, auf der anderen Seite des Eifelturms, nachzuholen.

TAG 2: DER ERSTE WEG AM NÄCHSTEN MORGEN FÜHRTE UNS DIREKT ZUM JARDINS DU TROCADÉRO.

Zwei symmetrisch angelegte Grünanlagen, von denen man einen perfekten Blick auf den Eifelturm hat.
Unser Plan ist aufgegangen – Es war wesentlich ruhiger als am Vorabend auf der gegenüberliegenden Seite.
Wir knipsten in Ruhe unsere Erinnerungsbilder und zogen glücklich weiter. 

UNSER NÄCHSTES ZIEL WAR DIE WELTBERÜHMTE AVENUE DES CHAMPS-ÉLYSEÉS.

Ehrlich gesagt – umgehauen hat sie uns persönlich jetzt nicht.
Wir ziehen dann doch lieber die kleinen Gassen und Boutiquen vor.
Aber wir hatten uns vorgenommen alle Sehenswürdigkeiten einmal anzuschauen und das gehörte bei diesem Paris Trip dann nunmal dazu. 

Am Ende der Champs-Élysées wartete dann auch schon das nächste Wahrzeichen auf uns:

DER TRIUMPHBOGEN ODER AUCH ARC DE TRIOMPHE DE L’ÉTOILE GENANNT.

Man hat ja schon viel von diesem riesigen 7-Spurigen Kreisverkehr gehört.
Aber ich (Lilia) hatte mir das ganze doch noch eine Spur chaotischer vorgestellt – quietschende Reifen und Bremsen und ständiges Gehupe haben aber leider gefehlt 😀

Selber mit dem Auto da drüber fahren, möchte ich aber trotzdem nicht 😉

Arc de Triomphe de l’Étoile

DEN LETZTEN TAG STARTETEN WIR MIT EINEM FRÜHSTÜCK MIT BLICK AUF DIE KATHEDRALE NOTRE-DAME.

Leider war die Kathedrale Notre-Dame zum Zeitpunkt unseres Besuches aufgrund des Feuers im April 2019 gesperrt. Nichtsdestotrotz wollten wir gerne sehen wie es dort aussah. Wir wappneten uns mit unseren Frühstück uns setzten uns in einen kleinen süßen Park mit toller Aussicht auf die 2 Türme von Notre-Dame.

Danach machten wir uns auf den Weg zur nächsten Station: Galeries Lafayette

Eine traditionsreiche französische Warenhauskette für Luxusgüter.Eigentlich ja nicht so unser Ding..
Was uns trotzdem dahin geführt hat? Kai hatte mal gehört, dass eines der Häuser eine riesige Glaskuppel haben soll. Und die wollten wir sehen!

Nach langem suchen hatten wir es dann endlich geschafft und standen im richtigen Gebäude, in der obersten Ebene des Kaufhauses befindet sich nämlich eine Plattform aus Glas die in die Kuppel hinein ragt, ganz schön beeindruckend und bestimmt eine tolle Kulisse unter der 43 Meter hohen Kuppel aus Buntglas. Jedoch betrug die Wartezeit, knappe 30 Minuten da die Warteschlange sehr lang war. Also entschieden wir uns dafür die Aussicht so zu genießen ohne auf die Plattform zu gehen.

Notre Dam Paris
La Fayette Paris
NOTRE DAM

Anschließend statteten wir den Bouquinisten von Paris, die sich entlang der Seine befinden und dort ihre Bücher, Comics, historische Zeitungen und Postkarten verkaufen, einen Besuch ab. Wer dies bei seinem Paris Besuch auslässt, verpasst aufjedenfall einen ganz besonderen Charme der dort verbreitet wird, und die Stadt ausmacht. 

Bouquinisten
Bouquinisten

DANACH FUHREN WIR MIT DER METRO RICHTUNG MONTMARTRE.

Unser letztes Ziel des Städtetrips.
Ein wunderschönes Künstlerviertel in Paris, das für seine Basilika Sacré-Cœur und der Panorama Aussicht über die Stadt, bekannt ist. Im Zentrum von Montmartre ‚Place du Tertre‘ kann man den Karikaturisten und Malern über die Schulter schauen, oder von sich ein Porträt malen lassen.

Sacré-Cœur de Montmartre
Künstlerviertel Paris

UNSER FAZIT

Wie die letzten Tage entschieden wir uns wieder einmal den ganzen Weg von der Basilika Sacré-Cœur zum Busterminal zu Fuß zu gehen. Für die ganze Strecke haben wir ca. 1.5 Stunden gebraucht, aber wir sind der Meinung, eine Stadt lernt man erst richtig kennen wenn man sie auf eigene Faust und zu Fuß erkundet. Außerdem wussten wir das wir die nächsten 11 Stunden sowie sitzen werden. Perfekt getimed und kurz abfahrt Standen wir am Bus.

Wir waren 3 Tage in Paris uns waren auch froh diese zu haben, denn um Paris richtig kennenzulernen und zu erkunden dauert es eine Weile, vor allem wenn du gerne alles zu Fuß machst, so wie wir. Aber Paris hat uns komplett in einem Bann gezogen, diese Stadt hat seinen ganz eignen besonderen Charme. Wir fanden die Stadt großartig und werden definitiv wiederkommen, jedoch werden wir das nächste Mal länger bleiben und nicht im Juni dorthin fahren, denn im Sommer ist es dort wirklich heiß!

Unsere Unterkunft