Koh Samui

KOH SAMUI

DAS ERSTE MAL GEMEINSAM IN THAILAND

Der Tag war gekommen. Nach 18 Stunden Anreise und sechs Stunden später als geplant, rollten die Räder des Flugzeugs endlich über thailändischen Boden.
„Willkommen auf Koh Samui“, sagte Kai mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Im Gegensatz zu ihm war es für mich das erste Mal Asien. 

Wie immer sprangen alle Leute im Flugzeug sofort auf und holten ihr Handgepäck aus den Fächern, um dann 30 Minuten im Gang stehen zu dürfen.
Wir haben alles richtig gemacht und sind erstmal entspannt sitzen geblieben. Selbst vom Flugzeug aus gab es schon eine Menge zu entdecken.

Die Türen wurden geöffnet und die Stewardess sagte gerade so etwas wie: „Thanks for flying with us“, da rannten wir auch schon direkt gegen eine Wand von 33 Grad und 100 % Luftfeuchtigkeit. Während alle die aus dem Flugzeug ausstiegen stöhnten, feierten wir es, als hätten wir gerade im Lotto gewonnen!

Das andere Klima, die Geräusche, der super süße kleine Flughafen der gefühlt nur aus Bambus bestand – wir waren total überfordert, wo wir als erstes hinsehen sollten! 

Da der Flughafen, wie gesagt, sehr klein war, mussten wir nicht lange auf unsere Koffer warten. Raus aus dem Flughafen und rein ins Taxi war unsere Devise. So richtig Klischee – wie Urlauber das halt machen. Natürlich ohne irgendwas am Preis zu Verhandeln…

Jaaa, wir wissen es jetzt: niemals das erstbeste Taxi nehmen. Vor allem nicht, wenn er auf dich zu gerannt kommt und dich förmlich mit den Worten: „TAXI! TAXI! TAXI!!!!!!“ anschreit. 😀

Total euphoriert von der ganzen Kulisse stiegen wir also von angenehmen 33 Grad ins eisgekühlte 7 Grad Taxi ein – Eines der Dinge die wir nie verstehen werden.
Etwas kühler ist ja ganz angenehm. Aber so kalt? 😀

Für uns war die Fahrt sowas wie die erste Entdeckungstour. Überall wo wir hinsahen gab es etwas zu sehen: frische Kokosnüsse die am Straßenrand verkauft wurden, wunderschöne Palmen, verschiedene Märkte, die unterschiedlichsten Menschen, ein super verrücktes Straßensystem und und und!

Es hat keine 20 Minuten gedauert, da wusste ich warum Kai so von Thailand geschwärmt hat!
„Bitte sag, dass es dir gefällt!“, stand die ganze Zeit groß in seinem Gesicht.   
Und wie es mir gefallen hat: Die vielen Garküchen am Straßenrand, das bunte Treiben, diese komplett andere Welt in die wir die nächsten Tage eintauchen durften. Ich konnte es kaum erwarten mehr davon kennen zu lernen.

ANGEKOMMEN IM HOTEL

Wir wurden herzlich empfangen: Hier einen Orangensaft, da ein kleines Willkommens Geschenk und ein kühles Tuch, um das Gesicht zu erfrischen. Anschließend wurde uns gesagt, wir sollen bitte im Golfwagen platz nehmen.

Verdutzt tauschten Kai und ich Blicke aus. Man konnte uns in jeder Sprache der Welt ansehen, dass wir keine Ahnung hatten warum wir in einen Golfwagen steigen sollen.
Die Mitarbeiterin erkannte es sofort und erklärte, dass uns mit dem Golfwagen das ganze Resort gezeigt wird.
Okay, Danke! Vielleicht hätten wir uns doch noch etwas genauer über unser Hotel informieren sollen. 😀
Peinlich ertappt stiegen wir in unseren Golfwagen.
Zwar war es super nett uns herumzufahren, aber es war irgendwie auch ein komisches Gefühl. Eine Art von Unwohlsein machte sich bei uns breit. Von uns aus hätten wir diesen Service wohl eher nicht in Anspruch genommen.

Im Zimmer angekommen begutachteten wir alles vorhandene: Riesen Doppelbett, Badezimmer mit einer großen Dusche und einen Balkon mit wunderschönem Ausblick.
Sehr cool! Aber viel Zeit werden wir hier nicht verbringen.
Genauer gesagt sind wir mehr oder weniger rein ins Zimmer, kurzer rundum Blick, Koffer abgestellt, kurz frisch gemacht und wieder raus. Wir wollten unbedingt die Gegend erkunden. Das Resort war uns nicht egal, aber hatte definitiv keine Priorität.

STREETFOOD AUF KOH SAMUI – KUNTERBUNT UND LECKER

Nachdem wir also in unserem Hotel eingecheckt hatten, sind wir direkt wieder auf Entdeckungstour gegangen. Uns wurde gesagt, dass in Bophut (Fishermans Village) der Nightmarket stattfindet.

„Da wird es aber doch nicht nur Fisch geben, oder?“ Das war Lilias größte Sorge. Bloß nicht hungrig bleiben 😀

Wir hatten beide Hunger und da wir eh noch keinen anderen Plan hatten, sind wir mit dem Hotelshuttle hin.

Ein Street-food stand nach dem anderen, in allen möglichen Farben, begrüßte uns.
Und auf den ersten Blick kein Fisch in Sicht 😀

Uns kamen die verschiedensten Gerüche entgegen. Egal wo man hinsah, überall saßen Einheimische und Touristen auf kleinen bunten Plastik Stühlen und aßen zusammen die verschiedensten Gerichte.

Wir waren keine 5 Minuten auf dem Markt, da stand Kai schon da: In der rechten Hand Pad Thai, in der linken Hand eine Kokosnuss und am kleinen Finger hing eine Tüte mit kleinen Springrolls. Wenn er es geschafft hätte, hätte er noch etwas auf dem Kopf balanciert.

Seine Augen strahlten – Er war im Paradies angekommen.
Die Sachen waren aber auch mega lecker!

Nach kürzester Zeit haben wir festgestellt, dass wir es lieben in Garküchen am Straßenrand zu essen. Die knallbunten Farben, die mini-Plastik Stühle, die verschiedenen Gerüche die einem entgegenkommen und die Nähe zu den freundlichen Thailändern sind unbeschreiblich. Außerdem ist das Essen super Preiswert!

Zwar hatten wir in unserem Resort ein All inklusive Buffet, aber das haben wir natürlich kein Mal genutzt 😀

Koh Samui Streetfood

WIR MÖCHTEN UNABHÄNGIG SEIN

Also warum sollten wir das nicht auch können? Dann wären wir flexibel und könnten uns auf eigene Faust die Insel anschauen.
Außerdem stand für uns fest, dass wir nicht wie Pauschal Urlauber in einem Van von Tempel A nach B kutschiert werden möchten.
Der Shuttle Service zum Nightmarket hat uns gereicht 😀

Also rannten wir los!
Der Plan: Einen Roller auszuleihen, damit wir Mobil sind.
Rollerverleihe gibt es überall und so mussten wir nicht lange suchen.
Wichtig: Erstmal rausfinden ob er einen Pass als Pfand haben möchte, denn das käme für uns nicht in Frage.

„For how long?“, fragte uns der gut gelaunte ältere Herr.

Ehm, kurz mal nach rechnen…: „How much for 14 days?“

Er zog in Windeseile seinen Taschenrechner aus der Tasche, hämmerte auf den Tasten herum, hielt inne, guckte uns an und hämmerte wieder drauf los.
Grinsend sagte er: three thousand five hundred.

Also 250 Baht pro Tag (ca. 7€).

Puh, etwas viel…
Also rein in die erste Verhandlungsrunde: „two thousand six hundred and sixty.“(ca. 5,20€ pro Tag)

Er hämmerte wieder auf seinen Tasten herum. Kurz darauf sagt er: „Three thousand.“
(5,90€ pro Tag)

Lilia schoss mit einem Handschlag voraus und sagte total euphorisch: „Yes Sir!“

Gut, dass mit dem Handeln muss sie noch lernen…

Ohne Führerschein oder sonstigen Kontrollen bekamen wir zwei Helme und unseren Roller.

Innerhalb von 15 min waren wir Mobil. Das ging schneller als gedacht.

Natürlich wurde Kai als Fahrer auserkoren.
Ob er Vorher jemals Roller gefahren ist? Nein, natürlich nicht!
Beste Voraussetzungen für ein Abendteuer.

Ab diesem Moment waren wir fast nur noch Unterwegs:

Wir sind von einem Wasserfall zum anderen gefahren und haben uns sämtliche Tempel sowie Sehenswürdigkeiten angesehen. Wenn uns mal etwas nicht gefallen hat, oder es uns zu voll war, sind wir einfach weiter gefahren und haben es uns später oder am nächsten Tag angeschaut.

Einen Roller auszuleihen macht einen nicht nur flexibel, sondern das Fahren macht RICHTIG viel Spaß!

Roller fahren auf Koh Samui
Roller fahren auf Koh Samui

KOH SAMUI IST ANDERS – ABER WIR LIEBEN ES!

Viele haben uns vor der Reise gewarnt: auf Koh Samui Roller zu fahren ist gefährlich, bei den Garküchen am Straßenrand solltet ihr vorsichtig sein, überall Massen an Touristen und und und.

Tja, was sollen wir sagen: Wir haben die Insel an einem Tag mit dem Roller komplett umrundet, durchquerten die Insel auf einer einsamen Straße umgeben vom Dschungel, haben jeden Abend am Straßenrand in den verschiedensten Garküchen gegessen und sind Abends im 7-Eleven Einkaufen gegangen.

Na klar kann dir auf dem Roller etwas passieren. Aber nur weil Geschwindigkeiten und Helmpflicht toleriert werden, muss man es ja nicht herausfordern.

Und eine Magenverstimmung hatten wir auch nicht. Wenn man darauf achtet an welchen Garküchen sich die Einheimischen tummeln, kann man davon ausgehen, dass alles drinnen bleibt.

Egal wo wir waren, die Einheimischen grinsten und winkten uns zu. Die Thais sind einfach ein fröhliches Völkchen! Wir fühlten uns die ganze Zeit Pudel wohl.
Immer wieder haben wir touristische Touren gesehen, aber von Massentourismus keine Spur.

Natürlich haben wir uns auch die Sehenswürdigkeiten angeguckt. Nur haben wir das immer morgens in der Früh getan. Somit waren wir oft einer der Ersten.
Das können wir nur empfehlen!

Insgesamt war unser Urlaub einfach nur der Hammer!
Können wir uns vorstellen Thailand nochmal zu bereisen? Jop! Definitiv!
Das nächste Mal schauen wir uns dann nur eine andere Ecke an.

Koh Samui hatte alles zu bieten, was wir uns gewünscht haben: Teilweise menschenleere Buchten, Streetfood, atemberaubende Natur und super freundliche Locals.

Für uns war es die richtige Entscheidung um ein Gefühl für Asien und Thailand zu bekommen. Zudem ist die Insel Koh Phangan direkt nebenan.
Ob wir dort waren?

Ja klar!

So viel soll gesagt sein: Koh Phangan ist wahnsinnig schön!

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